Ein neues Medikament mit dem Namen Bepirovirsen verspricht neue Erfolge in der Behandlung von Hepatitis B. Das Mittel, ein vielversprechendes Antisense-Oligonukleotid, wird entwickelt von GSK (GlaxoSmithKline). Die im Mai 2026 veröffentlichten Phase-III-Daten zeigten signifikante funktionale Heilungsraten (19 % in der Gesamtpopulation, 26 % bei Patienten mit niedrigerer Virusaktivität), was Bepirovirsen zum potenziellen Gamechanger machen könnte.
Bepirovirsen ist ein „dreifach wirkendes“ Mittel, das die virale RNA zerstört, die Produktion von Hepatitis-B-Oberflächenantigenen (HBsAg) senkt und das Immunsystem stimuliert, um das Virus zu kontrollieren.
Das Ziel ist eine funktionale Heilung. Diese tritt ein, wenn das HBsAg-Antigen mindestens 24 Wochen nach Behandlungsende im Blut nicht mehr nachweisbar ist, ohne eine weitere Medikation.
In den B-Well-Phase-III-Studien zeigten sich hohe Raten funktionaler Heilung im Vergleich zu 0 % bei Standardtherapien.
49 % der Behandelten erreichten in einer explorativen Analyse ein HBsAg-Niveau von ≤ 100 IU/mL ein Jahr nach Behandlungsende.
Die US-Aufsichtsbehörde FDA hat Bepirovirsen den Status eines Therapiedurchbruchs (Breakthrough Therapy Designation) verliehen und einen Priority Review eingeleitet.